Kurzinfo Märzenbecherwald Ettenstatt
Knapp 20 km vom Großen Brombachsee entfernt liegt der herrliche Märzenbecherwald Ettenstatt. Auf einer Fläche von 500 x 200 m, in einem Naturschutzgebiet gelegen, blüht hier der Märzenbecher (Leucojum vernum L.) und verwandelt den Waldboden des Laubhochwaldes in eine Märchenlandschaft. Die beste Blütezeit ist meist von Ende Februar bis Mitte März, manchmal bis Anfang April.
Der Märzenbecherwald liegt ca. 1 km oberhalb von Ettenstatt, der Fußweg vom Parkplatz dauert zehn Minuten. Die vorgenannte Fläche von 500 x 200 m bezieht sich auf die Fläche, auf der der Märzenbecher sehr dicht steht. Die Gesamtfläche dürfte gut 1 x 2 km betragen, wobei die Bewuchsdichte zusehends abnimmt.
Der Märzenbecherwald Ettenstatt
Auf ca. 480 m über dem Meeresspiegel hat die Natur ein wunderbares Schauspiel geschaffen, das Ende Februar bis Mitte März (evtl. bis Anfang April, je nach Wetter) mit der Blüte des Märzenbechers seinen Höhepunkt hat. Der Märzenbecher, botanischer Name Frühlingsknotenblume, umgangssprachlich auch liebevoll Sommertürchen genannt, braucht zum Hervorbringen eines weißen Blütenteppiches genügend Feuchtigkeit. Dank ausreichend vorhandenem Opalinuston sowie vielerorts austretender Quellen, die ihr Wasser an zahlreichen Stellen über die tonigen Böden ergießen, sind alle erforderlichen Voraussetzugen gegeben.
Noch bevor die Laubbäume ihre grünen Blätter hervorbringen und somit noch das für die Märzenbecher erforderliche Licht vorhanden ist, keimen diese unter dem Laub, stoßen hindurch, bringen ihre Blütenbracht hervor und verwandeln den laubbraunen Waldboden, das Moorholz, in ein weiß-grünes Meer. Oft durchstoßen die Märzenbecher-Pflanzen da auf dem Boden liegende trockene Laub und heben es beim Wachsen mit empor. Der Märzenbecher als Frühb
lüher braucht, wie fast alle Frühblüher, viel Licht.
Der Volksmund hat den Märzenbecher übrigens deshalb so genannt, weil seine Blüte aus sechs weißen, an der Spitze gelb gefärbten Kronblättern besteht, die eben sehr an einen Becher erinnert. Und da die Frühlings-Knotenblume primär im März blüht, wurde daraus dann der Märzenbecher.
Die Natur sowie Besonderheiten rund um den Märzenbecherwald bei Ettenstatt
Beim Märzenbecherwald Ettenstatt, nördlich von Weißenburg, steigt die Fränkische Alb von rund 400 Metern auf 600 Meter an. Von der oberen Hangkante aus eröffnet sich dem Besucher, entsprechendes Wetter vorausgesetzt, eine umwerfende Sicht nach Norden, im Extremfall sogar bis nach Nürnberg. Östlich von Kaltenbuch gibt es einen Aussichtspunkt mit Tafel, die darüber aufklärt, dass man vom Hesselberg über den Heidecker Schlossberg blicken kann, zu den Neumarkter Zeugenbergen, über das Albvorland mitsamt Brombachsee, über ausgedehnte Wälder und über vielzählige Siedlungen. Dieser Aussichtspunkt bei Kaltenpunkt lädt ein, eine Weile inne zu halten und zu rasten.
Der Mä
rzenbecherwald ist Standort vieler Laubbäume, z. B. von Esche, Bergahorn, Spitzahorn, Schwarzerlen und Buchen. Oberhalb des Märzenbecherwaldes verläuft die europäische Hauptwasserscheide. Auf der einen Seite fließt das Wasser nach Norden in Richtung Nordsee, auf der anderen zum Schwarzen Meer.
Anfahrt zum Märzenbecherwald Ettenstatt sowie Parkmöglichkeiten
Ettenstatt liegt etwas abseits der Straße Ellingen - Heideck, ca. 9 km östlich von Ellingen. Im Ort gibt es Wegweiser zum Märze
nbecherwald. Wenn man dem Straßenverlauf folgt, erreicht man einen kleinen Parkplatz kurz vor dem Märzenbecherwald. Es empfiehlt sich gutes Schuhwerk, da die Wege meist feucht sind, manchmal etwas schlammig. Auf fest definierten Wegen darf das Naturschutzgebiet erkundet und die Blütenpracht bewundert werden. Nicht alle Wege lassen sich gut mit einem Kinderwagen befahren, jedoch große Teile davon.
Wichtig: der Märzenbecher steht unter Naturschutz und darf nicht gepflückt werden!
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